Artikel getaggt mit ‘So sorry!’
China und Deutschland, lasst uns was lernen
Chris Dercon, der leitender Kurator der “So Sorry!” Ausstellung war gab dem Deutsch-Chinesischen Kulturnetz ein sehr sympathisches Kurzinterview.Die letzte Frage ist besonders nett:
10) Welche Gewohnheit oder Idee aus China würden Sie gerne in Deutschland übernehmen?
In China werden Gespräche oder Treffen oft mit der Frage “Haben Sie schon gegessen?” begonnen, statt „Hallo, wie geht es Ihnen“ zu sagen.
Das wäre eine gelungene Veränderung! Essen ist nämlich wichtig für die Laune eines Menschen undbeeinflusst seine Entscheidungen enorm
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Werkbesprechung: Remembering 2009
Teil der Ausstellung “So Sorry!” im Haus der Kunst war auch das Werk “Remembering”. 9000 handgemachte, dennoch in der Formgestaltung sehr einheitliche, Rucksäcke kleideten die Fassade des alten Baus. Vermutlich ist dies das in den Medien am meisten diskutierte Stück der Ausstellung. Es war wie ein Mosaik aus Stoff zusammengesetzt, die farbliche Gestaltung der Rucksäcke ergab den klar erkennbaren Schriftzug “Ta zai zhe ge Shijie shang xin de shenghuo guo qi nian” (她在这个世界上心的生活过七年) was heißt: “Sie lebte sieben Jahre glücklich auf dieser Welt”.

Der Hintergrund sind die Recherchen des Künstlers und seiner zusammengestellten Crew zu den beim Erdbeben von Sichuan 2008 verstorbenen Schulkindern. Dies wurde bereits breit in den Medien besprochen. Der Satz auf dem Band geht auf die Aussage einer Mutter, deren Kind Opfer der Naturgewalt wurde, zurück.
Was mich interessiert ist Eure Meinung darüber, wie politisch Kunst sein darf, und ob man mit dieser Art von Erinnerung auch Protest ausdrückt. Und tut man dies, was erreicht man mit diesem?
Schreibt einfach frei Eure Meinung hierzu. Ich würde mich sehr freuen!
Kristina
Hier ein Bild aus der Planungsphase, das einen Überblick zur Realisierung wiedergibt.
